Mit dem 415. Valberter Schützenfest im Jahre 1997 wurde eine überlieferte Tradition wiederbelebt, die sich auf die lange Geschichte Valberts stützt.
Durch den Einsatz und die Entschlusskraft von Rudolf und Rasmus Berghaus entstand mit der Gründungsversammlung im Ebbecafe zu Valbert im April 1997 der Schützenzug Valberter Jäger.
Die Mitglieder setzen sich aus Angehörigen des Schützenvereins Valbert gegr. v. 1582 e.V. zusammen. Sie bilden eine aktive Gemeinschaft innerhalb des Schützenvereins, die sich zum Ziel gesetzt hat, das alljährliche Schützenfest durch ihr Auftreten und ihre Mitarbeit tatkräftig zu unterstützen. Die Pflege von Tradition und Brauchtum sowie der Ausdruck von Heimatverbundenheit und Heimatliebe gehören ebenso zu ihrem Wirken wie auch die Mitwirkung an allgemeinen Vorhaben,
die unser Dorf verschönern und die Dorfgemeinschaft beleben.

Der dargestellte Jäger im grünen Rock erinnert an die Überlieferung, nach der die Valberter im 13. Jahrhundert unter Einsatz von Leib und Leben den Grafen von der Mark „aus einer schweren Bedrängnis herausgehauen haben“ . Dafür erhielten sie von dem dankbaren Landesherrn Adolf I. im Jahre 1245 das Recht der freien Jagd und des freien Fischfangs, welches erst am 07.03.1850 durch das Jagdpolizeigesetz aufgehoben wurde.
Die Tracht beim ersten Auftreten bestand aus schwarzen Halbschuhen, die von schwarzen Ledergamaschen überragt wurden, schwarze Hosen und ein schwarzer Hut mit jägergrünem Hutband sowie schwarzer Feder bilden den Rahmen für den grünen Jägerrock. Dieser wurde in der Mitte mit einem schwarzen Lederkoppel und mit zwei Patronentaschen vervollständigt. Das wichtigste Utensil war und ist ein Karabiner K98, der zum Salutschießen verwendet wird. Dies erinnert an die damaligen Grenzbegehungen der Valberter Jäger, denn an den Jagdgrenzen wurden Gewehre abgeschossen, um das Jagdrecht in Anspruch zu nehmen und zu sichern. Sie bewahrten dieses Recht bis zum Jahre 1850.

Am Chorgestühl der ehemaligen Valberter Pfarrkirche St. Nikolaus befindet sich auf einer Seitenwange das Wappen des ehemaligen Richters, Jasper Sonnecken, welcher als Stifter des Chorgestühls erwähnt wird. Die Valberter Jäger tragen dieses Wappen heute noch, um an die Unterstützung des Richters in der Ausführung seines Amtes zu erinnern.
Auch auf dem Valberter Notgeld von 1923 ist dieses Wappen zu sehen.

